Pflegeverfügung

Da immer mehr Menschen pflegebedürftig werden, haben wir jetzt die Verfügung „Vorsorge für den Pflegefall“ eingeführt.

Ratgeber zur Pflegeverfügung

Diese ist ein wichtiger ergänzender Baustein zur Patientenverfügung. Mit ihr – als einer Art Checkliste – kann man sich vorab in Ruhe auf eine spätere Pflegesituation vorbereiten.

So werden Sie sich selbst klar darüber, worauf Sie im Fall der Fälle Wert legen. In der Pflegeverfügung können Sie unter anderem erklären, ob Sie solange wie möglich in Ihrem Zuhause bleiben und möglicherweise dort gepflegt werden möchten, von wem Sie Pflege wünschen, von wem nicht. Genauso kann geäußert werden, welches Pflegeheim Sie bevorzugen und welches Sie ablehnen. 

Die Pflegeverfügung ermöglicht es festzulegen, ob im Pflegeheim ein Einzel- oder Doppelzimmer gewünscht wird und wie stark es mit persönlichen Dingen ausgestattet sein sollte, ob ein Haustier mitkommen soll oder nicht. Ebenso lässt sich darlegen, ob ein Pfleger oder eine Pflegerin die Intimpflege übernehmen soll. Auch wie mit Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme oder Medikamenteneinnahme umgegangen werden sollte, thematisiert die Pflegeverfügung. Letzteres kann jedoch nicht die Abfassung einer Patientenverfügung ersetzen. Diese sollte in jedem Fall erstellt werden. 

Die zusätzliche Pflegeverfügung ist im Gegensatz zur klassischen Patientenverfügung nicht einklagbar, aber hilfreich, um sich über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden sowie den Angehörigen und einer künftigen Heimleitung zu signalisieren, was für Sie wichtig ist. Sie können beispielsweise vorab prüfen, welche Lösung für Sie auch finanziell realistisch ist. So können Sie gelassener in die Zukunft blicken.

Schriftgröße
Hoher Kontrast